Starterbatterie - Autobatterie

Starterbatterie - Autobatterie

Auf der Suche nach einer Starterbatterie? Was man bei Starterbatterien und beim Autobatterie aufladen beachten sollte erfahren sie hier.

Die Starterbatterie fürs Auto (Autobatterie)

Infosymbol Icon zum ThemaStarterbatterieEs gibt zwar bereits einen sehr ausführlichen Artikel über Bleiakkus auf unseren Seiten, aber die klassische Starterbatterie hat unserer Meinung nach noch einmal einen Extraartikel verdient um besser auf Details eingehen zu können, die bei einem Blei Gel Akku und anderen Bleiakku Varianten so vielleicht nicht gegeben sind. Wenn Sie also mehr über KfZ Starterbatterien und das richtige Autobatterie aufladen wissen möchten, sollten sie unbedingt noch ein wenig weiter lesen.

Eigentlich ist eineAutobatterie gar keine Batterie sondern ein Akkumulator, der immer wieder be- und entladen wird. Der Begriff Starterbatterie oder Autobatterie hat sich im KfZ Bereich allerdings schon lange durchgesetzt, daher bleiben wir auch dabei.

Grundsätzlich unterscheidet man bei KfZ Starterbatterien Starterbatterie mit Ladekabelnzwei Arten. Zum einen gibt es offene Autobatterien, hier ist ein eigenhändiges Nachfüllen mit demineralisiertem Wasser möglich. (Man erkennt offene Starterbatterien an den aufschraubbaren Zellenverschlüssen auf der Oberseite der Autobatterie.) Zum anderen gibt es seit einigen Jahren eine fest verschlossene Variante der Starterbatterie. (Auch wartungsfreie Batterie genannt.) Hier ist kein Nachfüllen mehr möglich und auch nicht nötig. Diese Starterbatterie besitzt nur ein kleines Überdruckventil um mögliche Gase, die bei Überladung einer Autobatterie auftreten können ablassen zu können. Einen echten Vorteil bietet diese Variante aber nur aufgrund der Wartungsfreiheit den offenen Starterbatterien gegenüber, ansonsten sind diese Batterietypen mehr oder minder Baugleich. (Nicht zu verwechseln mit Blei-Gel Akkus).

Das besondere an einer Blei Säure Autobatterie ist die Möglichkeit kurzfristig sehr hohe Ströme liefern zu können wie sie beim Start eines Verbrennungsmotors nötig sind. Hier können Ströme von mehreren 100 Ampere fließen! Was zur ersten Gefahr beim Kurzschluss von Starterbatterien führt. Durch den geringen Innenwiderstand der Starterbatterien fließen extrem hohe Ströme falls die beiden Pole kurzgeschlossen werden. Das kann zu starken Verbrennungen und sogar dem schmelzen der Pole führen. Um möglichst Kurzschlüsse zu vermeiden, sollte man immer beim Abklemmen der Autobatterie den negativen Pol zuerst abklemmen und beim Anklemmen der Starterbatterie diesen zuletzt wieder anschließen.

Kapazitäten und Spannungen bei Autobatterien

Infosymbol Icon zum ThemaAutobatterieKfZ Starterbatterien gibt es je nach Einsatzbereich mit Spannungen von 6V (Motorrad), 12V (PKW) und 24V (manche LKW). Allerdings hat eigentlich jede Zelle der Starterbatterie eine Spannung von nur etwa 2V. Die höheren Spannungen werden durch ein „in Reihe“ schalten von mehreren Zellen ermöglicht, bzw. bei 24V Betrieb durch das „in Reihe“ schalten von 2 12V Starterbatterien.

Starterbatterien für Fahrzeuge weisen eine unterschiedliche Kapazität auf. Dies beginnt bei etwa 4Ah (Amperestunden) bei Starterbatterien für Zweiräder, geht über 36-64Ah für Autobatterien für PKWs und kann bis 200Ah und mehr für LKW Batterien gehen. Man sollte beim Kauf einer Starterbatterie darauf achten die Batterie ausreichend groß zu dimensionieren um auch bei schlechten (sehr kalten) Wetterbedingungen noch ausreichend Kapazität zum starten zur Verfügung zu haben. Hierbei ist allerdings auch die Abmessung der jeweiligen Starterbatterie zu beachten, da diese bei höherer Kapazität auch zunimmt. Also nicht jedeAutobatterie passt in jedes Fahrzeug ;-)


Starterbatterien lagern und laden

Infosymbol Icon zum ThemaStarterbatterieStarterbatterien eignen sich nicht für längeres Lagern ohne nachladen, da sie eine hohe Selbstentladungsrate haben und sich relativ schnell (3-6 Monate) selbst entladen. Ist die Autobatterie erstmal vollständig entladen tritt ein so genannter Sulfatierungsprozess auf (teilweise schon vorher) bei der eine verstärkte Kristallbildung an den Bleielektroden verursacht wird, welche die Kapazität der Starterbatterie dauerhaft vermindern. Das kann auch bis zur völligen Unbrauchbarkeit der Starterbatterie führen. (Sulfatierung ist auch Teil des natürlichen Alterungsprozesses bei Bleiakkus). Es gibt zwar Ladegeräte, die durch spezielle Ladeverfahren diesen Sulfatierungsprozess teilweise wieder rückgängig machen können, aber um dieses Problem von vorneherein weitgehend auszuschließen, sollte man seine Autobatterien möglichst immer voll geladen halten (z.B. einmal im Monat nachladen).

Beim Autobatterie laden sollte man nur geeignete Ladegeräte verwenden, die automatisch erkennen können wann die Autobatterie voll geladen ist. Bei einer Überladung der Starterbatterie wird zum einen die innere Struktur des Akkus beschädigt (Gitterkorosion) und zum anderen fängt die Starterbatterie an zu gasen. Das heißt es tritt ein chemischer Prozess in Kraft, bei dem ein Gas austritt. Das so genannte Knallgas, dass sicher dem ein oder anderen noch aus dem Chemieunterricht in der Schule bekannt sein dürfte. Wie der Name des Gases schon sagt, besteht hier hohe Explosionsgefahr und damit ein hohes Verletzungspotential. Man sollte immer beim Laden einer (offenen) Autobatterie auf Rauchen und offenes Feuer etc. verzichten um entsprechende Unfälle zu vermeiden. Bei offenen Starterbatterien sind immer die Schraubdeckel zu lösen, damit das Gas beim eventuellen ausgasen entweichen kann.


Starterbatterien im Winter

Das Frostsymbol Icon zum ThemaAutobatterieWie so oft gibt die Autobatterie immer zum falschen Zeitpunkt auf, wenn man es gerade mal wieder furchtbar eilig hat. Gerade im Winter bei knackigen Minusgraden passiert es häufig, dass eine Starterbatterie nicht mehr genug Kapazität hat um des Auto zu starten. Das liegt daran, dass Blei-Säure Akkus bei etwa -20°C nur noch die Hälfte der Kapazität aufweisen wie bei Zimmertemperatur. Gerade ältere, schon angeschlagene Starterbatterien schaffen es dann nicht den ohnehin länger dauernden Start des Fahrzeugs zu ermöglichen und werden wohlmöglich auch noch durch langes, wütendes „Leerorgeln“ tiefentladen, und ihnen somit der Rest gegeben.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man einfach seine Autobatterie am Vorabend aus dem Auto ausbauen und mit in die warme Wohnung nehmen um unliebsame Überraschungen an einem kalten Wintermorgen zu vermeiden. Das ist zwar kein Vorgehen wie man es jeden Tag anwenden könnte, kann aber in bestimmten Situationen viel Nerven sparen ;-)


Warnung zum Umgang mit einer Starterbatterie

Achtungsymbol Icon zum ThemaStarterbatterieZum Abschluss des Artikels sei noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass Starterbatterien hochgiftige Schwefelsäure enthalten die für Mensch und Umwelt sehr schädlich ist. Daher gehört keine Starterbatterie in den Hausmüll, sondern muss an geeigneter Stelle (Händler, Autowerkstatt) abgegeben werden! Aufgrund der Gefährlichkeit der Schwefelsäure sollte man unbedingt bei arbeiten an der Autobatterie, Schutzbrille und Säurefeste Handschuhe tragen. Bei Hautkontakt mit der Säure sofort mit viel Wasser abwaschen um Verletzungen zu vermeiden. Auch Kleidung und andere empfindliche Materialien (Autolacke) sind sofort abzuwaschen um Beschädigungen zu vermeiden.